Erziehung:
 
Wenn Sie Ihren Sprößling beim Züchter abgeholt haben und er sich nach einigen Tagen eingewöhnt hat, beginnen Sie mit der Grunderziehung. Wichtig ist, dass Sie die (hoffentlich) beim Züchter schon begonnene
Sozialisierung fortführen, indem Sie Ihrem Welpen in Welpenspielstunden oder auf Spaziergängen Kontakt zu Artgenossen ermöglichen. Bullys sind sehr lernfähig und Sie können früh mit Kommandos wie Platz, Sitz oder Komm beginnen. Gewalt und Zwang sind dabei aber fehl am Platz! Mit Ruhe und einnem Leckerchen in der Hand lernt Ihr Bully viel schneller und besser. Bringen Sie ihm als Erstes seinem Namen bei, indem Sie ihn oft damit ansprechen und ihn mit Aufmerksamkeit oder Lob belohnen, wenn er darauf reagiert. Später sagen Sie dann vor jedem Kommando zuerst seinen Namen, um seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Als nächste Lektion sollte dann die Leinenführigkeit auf dem Programm stehen. Ziehen Sie dem Kleinen erst nur für kürzere Zeitabschnitte das Halsband an und geben Sie ihm gleichzeitig ein Leckerchen, damit er das Ding um den Hals mit etwas Positiven verbindet. Hängen Sie dann nach ein paar Tagen eine leichte Leine ein, die Ihr Bully zuerst hinter sich her ziehen kann. Achten Sie aber darauf, dass er nirgends hängenbleiben kann. Nehmen Sie dann die Leine auf, locken den Hund mit seinem Namen, zupfen leicht an der Leine (nicht den Hund an der Leine zu sich ziehen!) und belohnen ihn mit einem Leckerchen. Leinen Sie ihn in den nächsten Tagen an, bevor Sie mit ihm nach draußen in den Garten zum Spielen gehen, so lernt er schon bald, dass die Leine etwas Schönes verheißt. Damit er ohne zu ziehen >Bei Fuß< geht, können Sie ihn dicht an ihrer linken Seite halten, indem Sie ihm ein Leckerchen oder sein Lieblingsspielzeug über den Kopf halten. Sobald er an der Leine zieht, bleiben Sie einfach kommentarlos stehen und >versteinern<. So lernt er schnell, dass der spannende Ausflug nicht weitergeht wenn er zieht. Sobald er brav an lockerer Leine neben Ihnen läuft, loben Sie ihn! Fordern Sie anfangs von Ihrem Welpen nicht zu viel >bei Fuß< und an der Leine laufen, sonst könnte er die Lust verlieren. Ein paar Minuten sollten in den ersten Tagen reichen, danach gibt es zur Belohnung freies Spiel und Spaß!
Zum Lernen von >Sitz< gibt es zwei Möglichkeiten: Sie können dem Hund gleichzeitig mit dem Kommando >Sitz< sanft das Hinterteil herunterdrücken und ihn loben, sobald er sitzt, oder Sie können dem stehenden Hund ein Leckerchen so von etwas schräg hinten über den Kopf halten, dass er sich setzen muss, um es zu sehen und dabei >Sitz< sagen. Sobald das Hinterteil auf dem Boden ist, gibt es Lob. Die zweite Methode hat den Vorteil, dass der Hund sie als freiwilliger empfindet und die Übung mit mehr Spaß ausführt. Üben Sie so oft, bis der Kleine die Bedeutung des gesprochenen Kommandos verstanden hat. Später sollten Sie >Sitz< grundsätzlich vor jeder Straßenüberquerung verlangen, damit der Hund gar nicht erst auf die Idee kommt, blindlings auf die Straße zu laufen.
Mit >Platz< ist es ähnlich, Sie können entweder dem sitzendem Hund die Vorderläufe nach vorne wegziehen und >Platz< sagen oder ein Leckerchen auf Bodenhöhe zwischen seine Vorderpfoten halten. Loben Sie ihn wieder, sobald er liegt. Er sollte erst dann wieder aufstehen, wenn Sie ihm auch das Kommando dazu geben, zum Beispiel >Auf< oder >Los< oder was auch immer, solange es immer das gleiche Wort ist. Dieses Auflösungskommando ist sehr wichtig! Anfangs sollten Sie Ihren Bully nur ein paar Sekunden im >Platz< lassen, bevor Sie das Auflösungskommando geben, später können Sie ihn immer länger warten lassen.
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